Im Rahmen eines Wahlpflichtkurses wird in Kooperation mit der Jugendpflege und der BGGS der Kurs „Fit for Quality“ (seit dem Schuljahr 2000/2001) angeboten. Ziel dieses Kurses ist es den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, sich mit den im Unterricht erworbenen Kenntnissen und Tätigkeiten eigenverantwortlich ehrenamtlich zu engagieren.

Weiterhin gibt es verschiedene unterrichtliche Kooperationen mit unterschiedlicher Zielsetzung. Diese können z.B. Thematisierung von Sozialverhalten der Klasse, Suchtproblematik etc. sein.
Hierbei ist es wichtig und von Seiten der Schulleitung ausdrücklich im Konzept gefordert, dass die Sicht der Lehrer/Lehrerinnen um die sozialpädagogische Sicht erweitert bzw. ergänzt werden soll.

Weitere Gruppenaktivitäten stellen die Begleitung der Jahrgangsfahrt, die Durchführung einer Eingangs-/Kennenslernphase des Jahrgangs 5 sowie die Arbeit mit den Klassen der Jahrgangsstufe 7 dar.

1. Eingangs-und Kennenlernphase im Jahrgang 5

Die Arbeit im 5. Schuljahr, dem „Eingangstor“ unserer Schule, ist besonders wichtig, um hier gleich zu Beginn, Probleme erkennen zu können, sie anzupacken und ggf. gemeinsam mit den Klassenlehrern/innen lösen zu können Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass sich diese Vorgehensweise bewährt hat.
Ich nehme vor der eigentlichen Eingangs- und Kennenlernphase Kontakt zu den zukünftigen Schülerinnen und Schülern auf. Es findet ein Besuch in den jeweiligen vierten Klassen des Einzugsbereichs der Schule statt. Im Beisein der jeweiligen Klassenlehrer/innen gestalte ich eine Schulstunde mit Kennenlern- und Interaktionsspielen, hierbei knüpfe ich erste Kontakte zu den zukünftigen Schülerinnen und Schülern und erhalte von den abgebenden Lehrkräften wichtige Informationen.

Um die Eingangs- und Kennenlernphase im 5. Schuljahr reibungsloser zu gestalten und den Gruppenfindungsprozess zu beschleunigen, werden folgende Maßnahmen bzw. Veranstaltungen in den ersten Schulwochen durchgeführt:

Die Schule wird auf spielerische Weise in Form einer Rallye kennengelernt. Die Fragen der Rallye sind so gestaltet, dass Hemmschwellen gegenüber Hausmeister, Lehrern, Sekretariat und den Räumlichkeiten überwunden werden.
In der 2. bzw. 3.Schulwoche wird für jede 5. Klasse ein Tag auf dem Jugendhof Rotenburg durchgeführt. Ziel dieses Tages ist es, den Gruppenfindungsprozess zu beschleunigen, Störungen zu erkennen, um gleich zu Anfang reagieren zu können. Der Ablauf des Tages wird in Absprache mit den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern von mir gestaltet.
Die Zusammenarbeit mit den 5. Klassen wird im Verlaufe des Schuljahres fortgesetzt. Wie diese Zusammenarbeit konkret aussieht, hängt u.a. vom Ergebnis des im Jugendhof Rotenburg durchgeführten Tages ab.

2. Arbeit mit den Klassen in der Jahrgangsstufen 7-10

In den Jahrgangsstufen 7-10 besteht immer wieder der Bedarf die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, um ihre eigenen schulischen und persönlichen Stärken zu finden. Sie brauchen positive Erfahrungen und Erfolgserlebnisse, um ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Auf dem Weg dorthin sehe ich meine Aufgabe darin, die jeweiligen Klassenlehrer/innen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Ideal ist, dass eine hohe Akzeptanz bei den Lehrkräften gegenüber der Schulsozialarbeit besteht und Stunden aus dem laufenden Stundenplan, gemeinsam mit den Klassenlehrer/innen für diese Aktivitäten genutzt werden.
In diesen Stunden werden gemeinsam mit den Jugendlichen „Lebenspläne“ erarbeitet und Themen, wie Selbst-Erfahrung, Kooperation und Wertehaltungen thematisiert. Als Methoden stehen neben Einzel- und Gruppengesprächen handlungsorientierte Verfahren im Mittelpunkt, insbesondere Konfliktlösungs- und Interaktionsspiele. Diese ermöglichen den Beteiligten intensive Erfahrungen zu sammeln, mit dem Ziel, zu erreichen, dass sowohl die Eigenwahrnehmung als auch das Zusammenleben mit anderen bewusster registriert und reflektiert wird.